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DIE GESCHICHTE DES DAMASZIERENS
Schon im Mittelalter wurden in Solingen Oberflächen durch Ätzen bearbeitet. Die ersten Versuche machten wahrscheinlich Schmiede, die so den ursprünglich aus Damaskus stammenden, hochwertigen Stahl für Klingen von Schwertern, Dolchen u. a. verzierten. Dieser sogenannte Damaszenerstahl besteht aus mehreren Lagen miteinander verschweißter, unterschiedlicher und verschieden harter Stähle. Doch erst durch das Ätzen in speziellen Säuren wurden diese unterschiedlichen Lagen auch erkennbar, da die einzelnen Stähle sich verschieden verfärbten. Die später noch eingeätzten Schriften, Ornamente und Symbole auf Degen, Rüstungen, Schwertern, Dolchen und ähnlichem Kriegswerkzeug bewiesen die Einzigartigkeit der Ausrüstung und die Zugehörigkeit zum Ritterstand. In den späteren Jahrhunderten wurden zusätzlich die verschiedensten, in der Hauptsache metallischen Oberflächen unter dekorativen Aspekten durch Ätzungen verziert. Seit etwa 1950 werden Spritzgießwerkzeuge geätzt, um Kunststoffspritzteile mit strukturierten Oberflächen zu versehen.
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